Die St. Oswald-Kirche

Die St. Oswald–Kirche befindet sich im "Weißgerbergraben 1".

Nur durch eine Straße vom Ufer der Donau getrennt wurde St. Oswald noch innerhalb der Stadtmauer Arnulfs von Bayern auf den Resten der ehemaligen Vorstadt des römischen Legionslagers errichtet. Die Anfänge der St. Oswald–Kirche liegen bis heute im Dunkeln, an selber Stelle befanden sich aber an­schei­nend schon früh Kultstätten und Heiligtümer. 1316 wird ein von Friedrich Auer und Karl Prager, zwei Regensburger Patriziern, gestiftetes und gut ausgestattetes "Neues Spital an der Tunau" erwähnt, das dem angelsächsischen Heiligen Oswald geweiht war.

St. Oswald-Kirche von NordenBis zu seinem Aussterben im Jahre 1483 hatte das Patrizier-geschlecht der Auer das Pa­tro­nat über die Kir­che inne. Gegen den Wi­der­stand der Erben ging es danach an die Stadt über, die die Kirche 1552 für den evangelischen Gottesdienst bestimmte. Zusammen mit der seinerzeit usurpierten Domi­ni­ka­ner­kir­che und der Neupfarrkirche diente sie fortan den evangelischen Regensburgern als Gotteshaus. In den Jahren 1604 und 1708 erlebte die Kirche Er­wei­ter­ung­en und Renovierungen, die noch heute ihr Inneres prägen.

Bis 1986 sollten dies jedoch die letzten Sicher­ungs­maß­nah­men des Kirchenbaus bleiben: die Nähe zur Donau ließ das Wasser in ihren Mauern emporsteigen, die Bausubstanz wurde massiv geschädigt.

Eine Neufundamentierung und Trockenlegung, die Neufassung und -verglasung der Fenster, Sicherung der Stukkaturen sowie eine Restaurierung der Decken- und Emporengemälde machten eine lang­jäh­rige Stillegung der Kirche notwendig.

Späth-Orgel in der St. Oswald-Kirche RegensburgSeit Ab­schluß der Bau­maß­nah­men 1990 be­mü­hen sich kunst- und archi­tek­tur­be­gei­ster­te Re­gens­bur­ger (hier seien stell­ver­tre­tend für viele die im För­der­ver­ein Drei­einig­keits- und Os­wald-Kir­che organisierten Gemeindemitglieder genannt), den wunderschönen Kirchenbau wieder in das Be­wußt­sein der Regensburger zurückzurufen. Der barock verzierte Kirchenraum bietet Gottesdiensten, Trau­un­gen, Taufen und vielfältigen kulturellen Ver­an­stal­tun­gen einen prächtigen Rahmen.

Eine schnelle Einbindung der heute glücklicherweise wieder der Vergessenheit entrissenen St. Oswald–Kirche in die Regensburger Kulturlandschaft ist auch Ziel des Museumsprojekts Dreieinigkeitskirche, zu deren Pfarre die St. Oswald-Kirche gehört. Barockkonzertreihen und unterschiedlichste Aus­stell­un­gen sollen nicht nur die Kirche wieder ins Gespräch bringen, sondern auch dazu beitragen, die Kosten der letzten Renovierung für die Gemeinde zu reduzieren. Während außen schon wieder das Wasser in den altehrwürdigen Mauern hochsteigt, präsentiert sich das Kirchlein innen in voller barocker Schönheit und ist wirklich eine Besichtigung wert.


Gottesdienste

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Führungen

von Ostern bis Erntedank in der warmen Jahreszeit
möglichst jeden Samstag von 11-12 Uhr (sofern wir HelferInnen für die Aufsicht haben),
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