Pfarrer Magnus Löfflmann

Magnus Löfflmann
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Gerade eben habe ich meinen Abschied in St. Lukas verfasst, nun schreibe ich meine Vorstellung in Ihrer Gemeinde. Das eine ist für die Einlage in den gleichen Mantelteil des Regensburger Gemeindebriefes wie das andere. Ich fühle mich wie mein eigener Ghostwriter: „Was bisher geschah“ – „Was nun alles geschehen kann“. So ist das, wenn man einmal beruflich über die Donau geht. Ich habe lange Zeit auf diesen Übergang gewartet – bis zur Vorstellung vor dem Kirchenvorstand am 11. März und dessen Entscheidung für mich.

„Ich“, das ist Pfarrer Magnus Löfflmann, verheiratet, ein Baby. Geboren vor 35 Jahren und aufgewachsen im Donaudekanat, genauer in Plattling und Deggendorf. Pfarrer wollte ich seit der frühesten Jugend werden und das Klostergymnasium Metten versorgte mich mit Latein und Griechisch. Studiert habe ich „nur“ in Erlangen, dafür mit einer fast einjährigen Unterbrechung als Stipendiat des Melanchthon-Zentrums in der evangelischen Weltstadt Rom, die mein Leben tiefgreifend geprägt hat. Deshalb kann ich neben Niederbayerisch, Middlfränggisch und Hochdeutsch auch noch fließend auf Italienisch und Spanisch taufen oder trauen. Deshalb fühle ich mich hingezogen zu ehrwürdigen Kirchen in lebensfrohen Altstadtstraßen – mit offenen Pforten für die Neugierigen und Suchenden. Deshalb gehöre ich zu Gottes Bodenpersonal, dass zwischen Aperol in lauer Sommernacht und Windowshopping in der Bachgasse vielen ein ernst nehmender Gesprächspartner sein kann. Die Zeit als Vikar in Dingolfing (schon wieder Niederbayern) nutzte ich als Interessierter in der Personalabteilung eines dort mit Produktionsstandort ansässigen Autoherstellers, den Sie vielleicht auch ohne Schleichwerbung erraten. Mich reizt der Blick über den eigenen Tellerrand, das Arbeiten auf dem selbst gewählten Prüfstand und das Gefühl zu vermitteln, dass Kirche eigentlich immer aus reifen Persönlichkeiten und ihren Bedürfnissen besteht. Mir ist wichtig, was Sie denken und sagen, wenn es um Kirche im allgemeinen und Dreieinigkeit im Konkreten geht.

Seit 2016 bin ich in Regensburg, habe meinen Probedienst in der Kirchengemeinde St. Lukas absolviert, war Reli-Lehrer in verschiedenen Schulen und bin Ihrer Gemeinde für eine gewisse Zeit sehr nahe gekommen. Als Referent für Evangelisch in Regensburg und Leiter der Kircheneintrittsstelle hatte ich mein Büro im Alumneum. Von dort aus habe ich das Reformationsjubiläum 2017 mitorganisiert, das durch die Festpredigt von Landesbischof Bedford-Strohm in Dreieinigkeit begangen wurde. So lernte ich auch Pfr. Schulte genauer kennen, der mir die Organisation des Jazz-Gottesdienstes 2018 anvertraute. Vielleicht erinnern Sie sich an Ray Charles oder das Jazz-Funeral mit Brandner Kaspar 2019 in der Oswald-Kirche. Jetzt freue ich mich, nicht mehr länger nur Gast zu sein. Ich freue mich auf Sie, Ihre persönliche Geschichte mit Dreieinigkeit und Ihre Vorstellungen, wie ich Teil dieser persönlichen Geschichte werden kann. Ich freue mich in den beiden ehrwürdigen Kirchen, dem Gesandtenfriedhof und an vielen, mir noch unbekannten, Orten der Gemeinde Schätze des Glaubens und Lebens zu finden. Ich freue mich aber auch auf so manche ungewöhnliche, gar nicht ehrwürdige oder verrückte Schatzsuche (vielleicht finden Sie mich bald unter #mietdenpfarrer …). Lassen Sie uns gemeinsam Gemeindegeschichte(n) schreiben! Ihr

Magnus Löfflmann

c/o Evang.-Luth. Dreieinigkeitskirche Regensburg, Dechbettenerstraße 2a, 93049 Regensburg