Gesandtenfriedhof

GesandtenfriedhofRund um die Dreieinigkeitskirche befindet sich auf ihrer Ost- und Südseite der Gesandtenfriedhof. Er ist der einzige noch heute erhaltene Friedhof auf reichsstädtischem Grund.

 

Letzte Ruhestätte für Gesandte des Reichstags

Der Reichstag, die Versammlung aller wichtigen Stände des Reiches, traf sich in unregelmäßigen Abständen in unterschiedlichen Reichsstädten, in Regensburg unter anderem 1640, 1654 und 1663. Nachdem der Kaier den Reichstag 1663 nicht mehr auflöste, blieb die Versammlung beisammen und die verschiedenen Reichssstände entsandten dauerhafte Delegierte. Wenn dieses Gesandten während ihres Dienstes in Regensburg verstarben, konnten sie sich in Regensburg beisetzen lassen. Während römisch-katholische Gesandte gegen entsprechendes Entgelt eine privilegierte Grablege in der Reichsabtei St. Emmeram erwerben konnten, wurden nach längeren Auseinandersetzungen mit der Stadt eine ganze Reihe evangelischer Gesandter auf dem Kirchhof der Dreieinigkeitskirche beigesetzt.

Heute finden wir auf dem Gesandtenfriedhof einfache Grabsteine und auch pompöse Grabmonumente. Die meist einfachen Grabplatten im gepflasterten Boden des Kirchhofs markieren die Grablegen und Grufkammern. Die aufrecht an den Wänden angebrachten Monumente (Epitaphien) dienen der Ehrung und Erinnerung an die Verstorbenen.

Hier finden Sie das Gräberverzeichnis als Datei im PDF-Format.
Für die Ausargbeitung danken wir Klaus-Peter Ruess.

Wir bieten auch Führungen über den Gesandtenfriedhof an. Für eine Terminvereinbarung wenden Sie sich bitte an das Pfarramt (Tel. 0941-22444).