Sonntag Lätare 22.03.

SONNTAG LÄTARE, 22. März 2020
Gedanken von Pfr. Ulrich Burkhardt

Epistel:  2. Korinther 1, 3-7
Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Denn er ist ein Vater, der sich erbarmt, und ein Gott, der auf jede erdenkliche Weise tröstet und ermutigt.

In allen unseren Nöten kommt er uns mit Trost und Ermutigung zu Hilfe, und deshalb können wir dann auch anderen Mut machen, die sich ebenfalls in irgendeiner Not befinden: Wir geben ihnen den Trost und die Ermutigung weiter, die wir selbst von Gott bekommen. Genauso nämlich, wie wir in ganz besonderem Maß an den Leiden von Christus teilhaben, erleben wir durch Christus auch Trost und Ermutigung in ganz besonderem Maß. Wenn wir also Nöte durchmachen, geschieht das, damit ihr die mutmachende und rettende Kraft Gottes erlebt. Und wenn wir getröstet und ermutigt werden, bedeutet das auch für euch Trost und Ermutigung; es hilft euch, standhaft die gleichen Leiden zu ertragen wie wir. Deshalb sind wir voll Hoffnung und Zuversicht, wenn wir an euch denken, dennwir wissen: Genauso, wie ihr an den Nöten teilhabt, habt ihr auch an dem Trost und der Ermutigung teil.


Evangelium:  Johannes 12, 20-24

Unter denen, die zum Fest nach Jerusalem hinaufgezogen waren, um anzubeten, befanden sich auch einige Leute nichtjüdischer Herkunft. Sie wandten sich an Philippus, der aus Betsaida in Galiläa stammte, und baten ihn: »Herr, wir möchten gern Jesus kennen lernen.« Philippus ging zu Andreas und teilte ihm das mit, worauf Andreas und Philippus zusammen zu Jesus gingen, um es ihm zu sagen. Jesus gab ihnen zur Antwort:   »Die Zeit ist gekommen, wo der Menschensohn in seiner Herrlichkeit offenbart wird. Ich sage euch: Wenn das Weizenkorn nicht in die Erde fällt und stirbt, bleibt es ein einzelnes Korn. Wenn es aber stirbt, bringt es viel Frucht.«

  • ein friedliches Bild: Getreide, das im Wind wogt: ein helles, leuchtendes Feld bis zum Horizont.
  • ein verstörendes Bild: Dieses eine Korn, das anders ist: herausgehoben; vereinzelt; einsam.
  • ein grausames Bild: Jesus, der mit diesem Bild Gemeinte, wird sterben müssen, um neues Leben zu bringen.
  • ein unverständliches Bild:Warum musste einer sterben für die Schuld der Welt? Hätte der Allmächtige nicht andere Wege finden können?
  • ein tröstliches Bild: Am Ende steht Jesu Auferstehung. Sein Leiden und Sterben wird zum Segen für uns alle.
  • ein zuversichtliches Bild: Seit Jesu erlösender Tat leben wir in der Hoffnung, dass auch wir nicht im Tod bleiben, sondern ewig leben werden!

 

Gebet
Herr, unser Gott! Wenn wir Angst haben, dann lass uns nicht verzweifeln.
Wenn wir enttäuscht sind, dann lass uns nicht bitter werden.
Wenn wir gefallen sind, dann lass uns nicht liegenbleiben.
Wenn es mit unsern Kräften zu Ende ist, dann lass uns nicht umkommen.

Nein, dann lass uns deine Nähe und deine Liebe spüren.  Amen.
(Karl Barth)